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TOAbteilung Technische Oberschule 0711 216 345 40 gsih-mit-to@hoppenlau.de

innolabBS

innolabBS - Ein Innovationsprojekt an Beruflichen Schulen 

Wirtschaft und Gesellschaft stehen vor einem umfassenden Transformationsprozess. Zur Weiterentwicklung der beruflichen Schulen im Rahmenkonzept der operativ eigenständigen Schule (OES) hat das Kultusministerium daher im Schuljahr 2024/25 das Innovationsprojekt „innolabBS“ auf den Weg gebracht.  

In 50 Projekten entwickeln und erproben die beruflichen Schulen in drei Jahren neue Ansätze, um die Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf die Zukunft vorzubereiten. Gleichzeitig wird der systemische Entwicklungsprozess der beruflichen Schulen in Baden-Württemberg insgesamt beschleunigt und mit starken Impulsen versehen. 

Sprache als Schlüssel für Ausbildungserfolg - unser innolabBS-Projekt

Die Gewerbliche Schule Im Hoppenlau mit Technischer Oberschule Stuttgart (GSIH/TO) arbeitet im Rahmen von innolab.BS an einem Innovationsprojekt, das neuzugewanderte Auszubildende im dualen System gezielt beim (Fach-)Spracherwerb unterstützt, damit sie ihre Abschlussprüfungen erfolgreich bestehen können. Im Mittelpunkt steht ein Bündel praxisnaher Maßnahmen, das Schule, Ausbildungsbetriebe und das Stuttgarter Ausbildungsmanagement eng verzahnt. Ausgangspunkt ist die Erfahrung, dass viele neuzugewanderte Auszubildende trotz vorhandener Angebote im Verlauf der Ausbildung nicht ausreichend Deutsch (insbesondere Fach- und Bildungssprache) erwerben – mit direkten Auswirkungen auf den Ausbildungserfolg. Ziel des Projekts ist es daher, den Spracherwerb nachhaltig zu stärken, insbesondere mit Blick auf prüfungsrelevante Fächer wie Berufstheorie und Wirtschaftskompetenz.

Maßnahmen im Schulalltag

Zum Projekt gehören Sprachstanderhebungen und eine eng abgestimmte Rückmeldung der Ergebnisse, damit Förderbedarfe früh sichtbar werden. Darauf aufbauend werden passende Sprachförderangebote organisiert und die Teilnahme gezielt unterstützt – idealerweise so, dass sie in den Ausbildungsalltag integrierbar ist.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf digitalen Selbstlernangeboten zur Vertiefung und Festigung der Fachsprache. Ergänzend wird ein einfaches Lernportfolio erprobt, das Lernaktivitäten in der Schule, dem Betrieb und privaten Bereich mit Fortschritten dokumentiert und als Grundlage für Gespräche dient.  

Sprachsensibler Fachunterricht wird als durchgängiges Unterrichtsprinzip verankert: Fachinhalte und Fachsprache werden in allen Lernfeldern konsequent gemeinsam gefördert. Das Kollegium entwickelt sich dazu gezielt weiter – u.a. durch Fortbildungen zur Sprachbildung im Fach, interne Workshops (auch mit KI-Bezug) und die Erstellung von Materialien für SCHiLFs. Regelmäßiger Austausch im Projektkreis sowie Jour-fixe-Termine mit der Schulleitung sichern die kontinuierliche Weiterentwicklung. 

Zusammenarbeit mit Ausbildungsmanagement

Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die enge Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Ausbildungsmanagement. Als verlässliche Ansprechstelle vor Ort stärkt es die Verbindung zwischen Schule, Betrieb, Sprachkursträgern und weiteren Partnern und unterstützt neuzugewanderte Auszubildende bedarfsorientiert – von Sprachkursen über Beratung bis hin zur Koordination von Unterstützungsangeboten.

Austausch mit Betrieben

Damit Spracherwerb nicht nur im Unterricht stattfindet, werden Betriebe aktiv eingebunden. Informations- und Austauschtreffen mit Ausbilderinnen und Ausbildern sollen dabei helfen, Sprachförderung im Ausbildungsalltag mitzudenken – etwa durch klare Sprachvereinbarungen im Betrieb und konkrete Hinweise, wie Lernen in Arbeitsphasen unterstützt werden kann.

Ausblick und Transfer

Das Projekt ist über mehrere Schuljahre angelegt: vom Start in ausgewählten Berufen über die Verstetigung in den Fachstufen bis zur gezielten Vorbereitung auf die Abschlussprüfung. Parallel werden Materialien und Vorgehensweisen so weiterentwickelt, dass die Ergebnisse auch für andere berufliche Schulen nutzbar werden und damit über den eigenen Standort hinaus Wirkung entfalten.